Falten

spiegelHeute früh ist es passiert: Ich habe zu tief – nicht ins Glas, aber – in den Spiegel geschaut. Vielmehr habe ich zu genau hingesehen. Ich wollte eigentlich nur meine Lippen schminken, da bleibt mein Blick am Bereich direkt über der Oberlippe hängen. Zu meinem Entsetzen entdecke ich dort zwei kleine Falten, und zwar von der Sorte, die, treten sie im Rudel auf, die Frauen nicht nur alt, sondern auch verbissen aussehen lassen. Nun geht es also bei mir los mit den sogenannten Ziehharmonikafalten. Ich hab ja immer geahnt, dass auch ich vor dem Altern nicht gefeit bin, aber dass diese Ahnung nun Wirklichkeit wird, damit habe ich nicht gerechnet. Dabei dürfte es mich nicht verwundern. Immerhin steuere ich unaufhaltsam auf meinen 40. Geburtstag zu. Da soll es schon zu den einen oder anderen körperlichen Erschlaffungen und Ausfallerscheinungen kommen. Erst neulich versicherte mir meine Augenärztin, dass die zunehmende Verschlechterung meiner optischen Fähigkeiten durchaus normal ist. „So ist das eben ab einem Alter von 40 Jahren!“ Obwohl, genau genommen habe ich noch drei Monate Karrenzzeit. Dann aber geht es so richtig los. Super. Ein Gutes hat es aber. Wenn die Verschlechterung meiner Augen im gleichen Maße voranschreitet wie die Ermüdung meines Bindegewebes, dann kann ich meine Falten nicht mehr sehen. Somit hat in der Natur also alles seinen Sinn.

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