Freie Fahrt

Wir schreiben den 22. Dezember. Es ist Freitag und damit der letzte (für die meisten von uns jedenfalls) Arbeitstag vor der Weihnachtspause. Zudem sind seit gestern Schulferien. Auf dem Weg zur Arbeit komme ich das erste Mal ins Stutzen, als ich an der Stelle, wo ich sonst jeden Morgen mit dem Auto im Stau stehe, durchfahren kann. Nahezu Verwirrung herrscht, als ich mühelos einen Parkplatz vor der Kita finde. Gestern noch musste ich halb auf dem Fußweg parken. Komplett war die Irritation, als ich  die Hauptverkehrsstraße zügig entlang brausen konnte. Es war gespenstig! Wie sieht es auf den Berliner Straßen erst an Heilig Abend aus, wenn alle bei ihren Familien sitzen und ihre Autos brav still stehen? Ich überlege jetzt ernsthaft, mir selbst ein ganz außergewöhnliches Geschenk unter den Baum zu legen. Ich könnte zur Hauptbescherungszeit mit dem Auto von Köpenick zum Brandenburger Tor fahren – in nur 10 Minuten. Das wär´s doch. Einmal freie Fahrt durch die Mitte. Kann ich nur hoffen, dass auch die Berliner Polizei in weihnachtlich-fröhlicher Stimmung ist und mich nicht kassiert.

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