Liebe Hunde-Runde-Gassi-Gehende,

dsc07809die vielen gefüllten Kotbeutel am Straßenrand bezeugen es: Immer mehr Hundebesitzende sammeln die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner mittels Tüte ein. Ob dies auf das drohende Verwarnungsgeld bei Unterlassen oder die Einsicht in die Notwendigkeit zurückzuführen ist, sei dahingestellt. Gut ist diese Entwicklung auf jeden Fall. Warum aber um Himmels Willen werden die zugeknoteten Kacktüten am Straßenrand oder im Park liegen gelassen, statt sie im nächsten Mülleimer zu entsorgen? Der unverpackte Hundehaufen hat – trotz Ekel und Krankheitsgefahr – immerhin die Chance zu verrotten. Aber die Plastiktüte strotzt der natürlichen Zersetzung und bleibt und wartet auf … ja, auf wen eigentlich? Den Mitarbeiter der BSR, den selbsternannten Hobby-Umweltschützer, der mit Mülltüte und Greifer unterwegs ist, oder  d e n  Hundebesitzer (welch Utopie!), der neben dem Haufen des eigenen Hundes auch gleich die Tüte des anderen mitnimmt? Das ist wohl kaum die Lösung. Bereits vor der Anschaffung war den Hundebesitzenden klar (oder sollte es gewesen sein), dass die Haltung eines Hundes auch gewisse Unannehmlichkeiten mit sich bringt. Wenn die Natur des Hundes ihr Recht verlangt, spielt es keine Rolle, ob es regnet und stürmt, ob der „Tatort“ gerade begonnen hat oder man eigentlich mit 39 °C Fieber ins Bett gehört. Ebenso haftet der Eigentümer für durch das Tier entstandene Schäden und nicht etwa das Tier selbst. Die Beseitigung des Kotes auf öffentlichem Grund (in der eigenen Wohnung darf das individuell gehalten werden) gehört sicher zu den unbequemeren Dingen. Aber auch das dürfte im Vorfeld bekannt gewesen sein. Da kann es keine Ausrede sein, dass der Mülleimer zu weit weg ist oder es gar keinen gibt auf der täglichen Gassirunde. Das Mitsichtragen eines gefüllten Kotbeutels kann nur umgangen werden, wenn der Hund darauf trainiert wird, sein Geschäft direkt unter einem orangefarbenen Kasten der BSR zu erledigen – oder gar nicht. Viel Erfolg!

Im Übrigen entfällt die zu entrichtende Hundesteuer als Argument für das Liegenlassen der Kottüte. Sie ist eine reine Luxussteuer und wird nicht für die Reinigung von Straßen und Plätzen verwendet.

Deshalb appelliere ich als Hundebesitzerin und Fußgängerin an jeden Hundebesitzenden: Entfernt die Hinterlassenschaften eurer Vierbeiner. An dieser Stelle will ich gar nicht von den Krankheitsgefahren für Tier und Mensch, Schäden für die Natur oder vom Ekelfaktor, ist man erstmal in einen Haufen getreten, sprechen. Das ist selbstredend. Es geht ganz einfach um ein Stück Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft sowie der Umwelt. Nicht die anderen, sondern jeder selbst – oder wie es die Musketiere so schön sagen: Einer für alle und alle für einen!

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